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Ein fest montiertes Tablet ist eine der praktischsten Möglichkeiten, Home Assistant im Alltag zu bedienen. Statt jedes Mal das Smartphone herauszuholen, hängen Lichtsteuerung, Rollläden, Temperaturen, Kameras und Energieverbrauch gut sichtbar an der Wand.
Besonders praktisch ist ein solches Home Assistant Wandtablet im Flur, Wohnzimmer oder in der Küche. Doch welches Tablet eignet sich dafür? Ein teures High-End-Modell wäre für diesen Zweck meist überdimensioniert. Ein sehr günstiges Tablet kann dagegen schnell durch ein träges Dashboard oder schlechtes Display nerven.
Ich habe deshalb zusammengestellt, worauf es bei einem Home-Assistant-Tablet wirklich ankommt und welche Geräte für ein dauerhaftes Dashboard interessant sind.
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Was muss ein gutes Home-Assistant-Wandtablet können?
Für ein Home-Assistant-Dashboard gelten andere Anforderungen als für ein Tablet zum Spielen oder Arbeiten. Die Rechenleistung ist beispielsweise weniger entscheidend. Dafür sollte das Display ausreichend groß sein und das Tablet auch nach längerer Laufzeit zuverlässig reagieren.
Für mich sind vor allem folgende Punkte wichtig:
- 10 bis 11 Zoll Displaygröße
- mindestens Full-HD-Auflösung
- ausreichend Arbeitsspeicher
- zuverlässiges WLAN
- USB-C-Anschluss
- Frontkamera für Bewegungserkennung
- Android für flexible Kiosk-Lösungen
- gute Verfügbarkeit passender Wandhalterungen
Ein Home Assistant Tablet für die Wand muss nicht teuer sein. Für ein dauerhaftes Dashboard reichen viele Android-Tablets der 150- bis 250-Euro-Klasse vollkommen aus. Entscheidend sind ein ausreichend großes Display, zuverlässiges WLAN und die Möglichkeit, das Gerät dauerhaft im Kiosk-Modus zu betreiben.
Ein 8-Zoll-Tablet kann ebenfalls funktionieren, wird bei umfangreichen Dashboards aber schnell etwas klein. Rund 10 bis 11 Zoll empfinde ich für Lichtschalter, Kamerabilder, Temperaturen und Energieanzeigen als sehr angenehme Größe.
Meine Auswahl für Home Assistant
| Tablet | Display | Geeignet für | Preisklasse |
|---|---|---|---|
| Amazon Fire HD 10 | 10,1 Zoll | günstiges Wanddisplay | € |
| Lenovo Tab M11 | 11 Zoll | gutes Allround-Wandtablet | €€ |
| Samsung Galaxy Tab A9+ | 11 Zoll | komfortables Android-Dashboard | €€ |
| Samsung Galaxy Tab A11+ | 11 Zoll | aktuelle Samsung-Alternative | €€ |
| vorhandenes älteres Android-Tablet | variabel | kostenloser Einstieg | – |
Amazon Fire HD 10: günstiges Home-Assistant-Wandtablet
Das Fire HD 10 ist für ein reines Wanddisplay interessant, weil es regelmäßig deutlich günstiger angeboten wird als vergleichbare Android-Tablets.
Die aktuelle 2023er-Version besitzt ein 10,1 Zoll großes Display mit 1.920 × 1.200 Pixeln, 3 GB Arbeitsspeicher und USB-C. Für ein normales Home-Assistant-Dashboard reicht die Leistung aus.
Fire OS basiert auf Android, bringt allerdings nicht die klassische Google-Umgebung eines Samsung- oder Lenovo-Tablets mit. Wer ohnehin einen Browser im Kiosk-Modus verwenden möchte, kann damit trotzdem ein sehr günstiges Wandpanel aufbauen.
Interessant wird das Fire HD 10 vor allem bei Amazon-Aktionen. Wenn es deutlich unter den Preisen normaler Android-Tablets angeboten wird, kann es für ein fest installiertes Dashboard eine gute Lösung sein.
Lenovo Tab M11: sehr interessant für die Wand
Das Lenovo Tab M11 passt meiner Meinung nach besonders gut zu Home Assistant. Das 11-Zoll-Display bietet mit 1.920 × 1.200 Pixeln viel Platz für ein übersichtliches Dashboard.
Auch 90 Hz werden unterstützt. Für Home Assistant ist das kein Muss, Scrollen und Animationen wirken dadurch aber angenehm flüssig.
Das Tablet läuft mit normalem Android. Damit lassen sich die Home-Assistant-App, Fully Kiosk Browser und andere Android-Werkzeuge ohne die Besonderheiten von Fire OS verwenden.
Wer ein neues Tablet ausschließlich für Home Assistant anschaffen möchte und etwas mehr investieren kann als für ein Fire HD, sollte das M11 deshalb auf jeden Fall mit in die Auswahl nehmen.
Samsung Galaxy Tab A9+: bewährtes Android-Tablet
Das Samsung Galaxy Tab A9+ ist ebenfalls gut als Home-Assistant-Wandtablet geeignet. Es besitzt ein 11-Zoll-Display mit 1.920 × 1.200 Pixeln und einer Bildwiederholrate von bis zu 90 Hz.
Interessant ist vor allem die weite Verbreitung des Geräts. Zubehör und Wandhalterungen sind leicht zu finden und Samsung bietet eine solide Android-Plattform.
Für Home Assistant würde ich die WLAN-Ausführung wählen. Eine LTE- oder 5G-Version bringt an einer fest montierten Position zu Hause normalerweise keinen zusätzlichen Vorteil.
Das A9+ ist außerdem interessant, wenn Restbestände oder Angebote auftauchen. Für ein Wanddashboard braucht man schließlich nicht zwingend die neueste Tablet-Generation.
Samsung Galaxy Tab A11+: aktuelle Alternative
Wer lieber ein aktuelleres Samsung-Modell kauft, kann sich das Galaxy Tab A11+ ansehen. Auch hier bekommt man ein 11-Zoll-Display mit 1.920 × 1.200 Pixeln und bis zu 90 Hz.
Für ein Home-Assistant-Wandpanel ist die zusätzliche Leistung gegenüber älteren Modellen zwar nicht zwingend erforderlich. Bei einem Neukauf kann die längere verbleibende Produktlebensdauer trotzdem ein Argument sein.
Ein altes Tablet reicht häufig vollkommen aus
Bevor ein neues Gerät bestellt wird, lohnt sich ein Blick in die Schublade. Ein drei oder vier Jahre altes Android-Tablet kann für Home Assistant noch völlig ausreichend sein.
Das Dashboard stellt technisch keine besonders hohen Anforderungen. Wenn WLAN, Browser und Touchscreen noch zuverlässig funktionieren, würde ich das vorhandene Gerät zunächst ausprobieren.
Problematisch werden sehr alte Geräte vor allem dann, wenn Android beziehungsweise der verwendete WebView keine aktuellen Funktionen mehr unterstützt oder das Tablet mit komplexeren Dashboards sichtbar überfordert ist.
Home Assistant direkt als Android-Startbildschirm nutzen
Eine interessante Möglichkeit bietet inzwischen die offizielle Home-Assistant-App selbst. Unter Android kann sie als Standard-Home-App beziehungsweise Launcher festgelegt werden.
Dadurch startet das Tablet direkt in Home Assistant und verhält sich deutlich stärker wie ein fest installiertes Smart-Home-Panel.
In der Home-Assistant-App lässt sich außerdem einstellen, dass das Display eingeschaltet bleibt. Für ein einfaches Wandtablet kann deshalb bereits die offizielle App ausreichen.
Fully Kiosk Browser: meine bevorzugte Lösung für Android
Wer mehr Kontrolle über das Tablet haben möchte, sollte sich Fully Kiosk Browser ansehen. Die App wurde speziell für Geräte entwickelt, die dauerhaft eine Webseite oder ein Dashboard anzeigen sollen.
Besonders interessant für Home Assistant sind Funktionen wie:
- echter Vollbildmodus
- automatischer Start
- Bildschirm ein- und ausschalten
- Helligkeit steuern
- Bewegungserkennung über die Frontkamera
- Akkustand auslesen
- Bildschirmschoner
- Fernsteuerung aus Home Assistant
Home Assistant besitzt dafür sogar eine eigene Fully-Kiosk-Integration. Darüber werden unter anderem Akkustand, Ladezustand und der aktuelle Bildschirmzustand verfügbar.
Sehr praktisch finde ich die Bewegungserkennung. Das Display kann normalerweise dunkel bleiben und erst eingeschaltet werden, wenn jemand vor dem Tablet steht.
Tablet nicht rund um die Uhr mit 100 Prozent laden
Ein Wandtablet hängt meistens permanent am Strom. Für den Akku ist es allerdings nicht ideal, dauerhaft vollständig geladen und gleichzeitig warm zu sein.
Besitzt das Tablet eine integrierte Akkuschutz- oder Ladebegrenzungsfunktion, würde ich diese aktivieren. Eine weitere Möglichkeit ist eine schaltbare Steckdose oder ein Smart-Home-Relais.
Mit Fully Kiosk kann Home Assistant den Akkustand des Tablets kennen. Daraus lässt sich beispielsweise eine Automation bauen:
- Steckdose einschalten, wenn der Akku unter 30 Prozent fällt
- Tablet laden
- bei etwa 80 Prozent wieder abschalten
Damit hängt das Tablet weiterhin dauerhaft an seinem Ladekabel, wird aber nicht permanent geladen.
USB-C-Stromversorgung sauber verstecken
Bei der Montage entscheidet die Stromversorgung stark darüber, ob das Ergebnis am Ende ordentlich aussieht. Ein normales USB-C-Kabel, das seitlich weit aus dem Tablet herausragt, fällt an der Wand sofort auf.
Praktischer sind kurze USB-C-Kabel mit einem abgewinkelten Stecker. Dadurch kann das Kabel unmittelbar hinter der Wandhalterung verschwinden.
Wer umbaut oder renoviert, kann die Stromversorgung natürlich noch eleganter hinter dem Tablet vorbereiten. Arbeiten an der festen Elektroinstallation gehören dabei in fachkundige Hände.
Welche Wandhalterung eignet sich?
Für viele Tablets gibt es spezielle Rahmen, in die das Gerät fest eingesetzt wird. Daneben existieren universelle Wandhalterungen für Tablets zwischen ungefähr 10 und 11 Zoll.
Für ein dauerhaftes Home-Assistant-Panel würde ich eine möglichst flache Lösung wählen. Das Tablet wirkt dadurch eher wie ein fest installiertes Bedienpanel und weniger wie ein an die Wand geschraubtes Mobilgerät.
Braucht das Tablet eine Frontkamera?
Zwingend notwendig ist sie nicht. Für ein Wandtablet finde ich eine Frontkamera trotzdem praktisch, weil Anwendungen wie Fully Kiosk darüber Bewegung vor dem Tablet erkennen können.
Das Display muss dadurch nicht ständig eingeschaltet sein. Läuft jemand am Tablet vorbei oder stellt sich davor, kann der Bildschirm automatisch aktiviert werden.
Das spart Strom und verhindert gleichzeitig, dass das Display rund um die Uhr dieselben Elemente anzeigt.
LCD oder OLED für das Wanddisplay?
Für ein Home-Assistant-Wandtablet würde ich ein normales LCD beziehungsweise IPS-Display durchaus bevorzugen. Ein Dashboard zeigt häufig über viele Stunden dieselben Symbole, Texte und Karten.
OLED bietet zwar einen hervorragenden Schwarzwert, statische Inhalte sind für einen jahrelangen Dauerbetrieb aber nicht der ideale Anwendungsfall. Ein günstiges LCD-Tablet passt deshalb sehr gut zu diesem Einsatzgebiet.
Wie viel Arbeitsspeicher braucht Home Assistant?
Für ein einfaches Dashboard sind 3 GB Arbeitsspeicher ausreichend. Bei einem Neukauf würde ich 4 GB oder mehr bevorzugen.
Besonders Dashboards mit mehreren Kamerastreams, großen Grafiken oder vielen Karten können auf sehr schwachen Tablets spürbar träger reagieren.
64 GB Speicher reichen dagegen vollkommen aus. Für ein Home-Assistant-Wandtablet spielt der interne Speicher kaum eine Rolle.
Lohnt sich ein iPad?
Auch ein iPad kann inzwischen sehr gut als Home-Assistant-Dashboard genutzt werden. Die Home-Assistant-App unterstützt auf iOS beziehungsweise iPadOS einen eigenen Kiosk-Modus.
Android bleibt für mich bei einem fest installierten Wandpanel trotzdem flexibler. Anwendungen wie Fully Kiosk ermöglichen einen sehr tiefen Zugriff auf Bildschirm, Bewegungserkennung und Gerätezustand.
Ein bereits vorhandenes älteres iPad würde ich deshalb durchaus verwenden. Extra für ein neues Wanddashboard würde ich eher zu einem Android-Tablet greifen.
Welches Home-Assistant-Wandtablet würde ich wählen?
| Situation | Passendes Gerät |
|---|---|
| Möglichst günstig | Amazon Fire HD 10 |
| Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit Android | Lenovo Tab M11 |
| Samsung bevorzugt | Galaxy Tab A9+ oder A11+ |
| Tablet bereits vorhanden | Vorhandenes Android-Tablet zuerst testen |
| Maximale Kiosk-Flexibilität | Android-Tablet mit Fully Kiosk |
Für ein neues System gefällt mir ein günstiges 11-Zoll-Android-Tablet besonders gut. Das Lenovo Tab M11 und die Samsung-Modelle bieten genügend Leistung, ein ordentliches Display und die volle Android-Umgebung.
Wenn der Preis im Vordergrund steht, bleibt das Fire HD 10 interessant. Hier würde ich allerdings vor dem Kauf prüfen, welche Kiosk-Lösung eingesetzt werden soll und ob die benötigten Apps unter Fire OS problemlos laufen.
Fazit: Für Home Assistant braucht es kein teures Tablet
Ein gutes Home-Assistant-Wandtablet muss kein High-End-Gerät sein. Ein flüssig laufendes Android-Tablet mit ungefähr 10 bis 11 Zoll, Full-HD-Auflösung, zuverlässigem WLAN und USB-C erfüllt den Zweck bereits sehr gut.
Besonders interessant finde ich aktuell das Lenovo Tab M11 sowie günstige Samsung-Tablets der Galaxy-Tab-A-Serie. Das Fire HD 10 ist eine Alternative für möglichst niedrige Anschaffungskosten.
Mindestens genauso wichtig wie das Tablet selbst sind die spätere Einrichtung und Montage. Mit Fully Kiosk, einer flachen Wandhalterung und einer versteckten Stromversorgung wirkt das Tablet am Ende wie ein fest eingebautes Smart-Home-Bedienpanel.
Häufige Fragen zum Home-Assistant-Wandtablet
Welches Tablet eignet sich am besten für Home Assistant?
Android-Tablets mit 10 bis 11 Zoll eignen sich besonders gut. Geräte wie Lenovo Tab M11, Samsung Galaxy Tab A9+ oder aktuelle Modelle der Galaxy-Tab-A-Serie bieten genügend Leistung für ein Home-Assistant-Dashboard.
Kann Home Assistant das Tablet automatisch einschalten?
Mit Fully Kiosk Browser kann Home Assistant den Bildschirm eines kompatiblen Android-Tablets steuern. Fully Kiosk unterstützt außerdem Bewegungserkennung über die Kamera, wodurch der Bildschirm aktiviert werden kann, sobald sich jemand nähert.
Muss das Tablet dauerhaft eingeschaltet sein?
Nein. Das Display kann bei Nichtbenutzung ausgeschaltet oder stark abgedunkelt werden. Für ein Wandpanel ist es angenehm, wenn es sich bei Bewegung oder Berührung wieder aktiviert.
Kann ich ein altes Tablet verwenden?
Ja. Solange Browser beziehungsweise Home-Assistant-App noch aktuell genug sind und das Dashboard flüssig läuft, spricht wenig gegen ein älteres Gerät.
Brauche ich Fully Kiosk?
Zwingend erforderlich ist Fully Kiosk inzwischen nicht mehr. Die Home-Assistant-App kann unter Android selbst als Home-App verwendet werden. Fully Kiosk bietet jedoch deutlich mehr Möglichkeiten zur Geräte- und Bildschirmsteuerung.
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