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Strom messen mit Home Assistant: Die besten Steckdosen

Wer wissen will, was der alte Kühlschrank oder der Server im Keller kostet, braucht eine Messsteckdose zwischen Gerät und Wand. Für Home Assistant zählt dabei weniger die App des Herstellers als die Frage, ob die Werte lokal im Netz landen und ob sie stimmen. Vier Geräte haben sich 2026 bewährt.

Shelly Plug S Gen3

Der Shelly Plug S Gen3 ist die Empfehlung, wenn nur ein Gerät infrage kommen soll. Er läuft komplett ohne Cloud, spricht über die offizielle Shelly-Integration oder MQTT direkt mit Home Assistant und liefert neben der Leistung auch Spannung, Strom und einen aufsummierten Zähler in Kilowattstunden. In Tests liegt die Abweichung bei rund zwei Prozent, das ist für eine Steckdose in dieser Preisklasse ordentlich. Die Grenze liegt bei 12 A und 2500 W, ein Heizlüfter oder Wasserkocher gehört also woanders hin.

Nous A1Z

Der Nous A1Z ist die Zigbee-Variante für alle, die schon einen Koordinator im Haus haben. Er kostet um 18 Euro, belastet das WLAN nicht und arbeitet gleichzeitig als Zigbee-Router, verbessert also die Reichweite des Funknetzes. In Zigbee2MQTT lässt er sich kalibrieren, was man auch machen sollte, weil die Werkseinstellung gerne ein paar Prozent daneben liegt. Er ist schmal gebaut und blockiert die Nachbardose nicht.

IKEA Inspelning

Für 9,99 Euro gibt es bei IKEA den Inspelning, die günstigste Zigbee-Steckdose mit Messfunktion überhaupt. Bei größeren Verbrauchern macht er seine Arbeit, unterhalb von etwa fünf Watt sind die Werte allerdings unbrauchbar. Für die Suche nach Standby-Fressern taugt er deshalb nicht.

TP-Link Tapo P110M

Der Tapo P110M ist Matter-zertifiziert und damit lokal ansprechbar, ohne den Weg über die Tapo-Cloud. Preislich liegt er unter dem Shelly, bei der Messgenauigkeit auch. Als schneller Einstieg mit vorhandenem WLAN ist er in Ordnung.

Wenn keine Steckdose passt

Waschmaschine, Wärmepumpe und Herd hängen fest verdrahtet oder ziehen mehr als eine Steckdose verträgt. Dafür gibt es den Shelly PM Mini Gen3, einen reinen Zähler ohne Schaltrelais für 16 A. Er passt in eine Abzweigdose oder in den Verteiler und gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.

Was du beim Einbinden wissen solltest

Das Energie-Dashboard von Home Assistant will einen Zählerstand in Kilowattstunden. Ein reiner Watt-Sensor genügt nicht, aus dem lässt sich der Verbrauch aber über den Helfer „Integral einer Größe“ berechnen. Zigbee-Steckdosen melden ihre Werte nur in Intervallen, kurze Lastspitzen gehen dabei unter. Ganz unten wird jede günstige Hardware ungenau, unter zwei Watt sollte man den Zahlen nicht mehr trauen. Vergib außerdem beim Einrichten sprechende Namen, sonst stehen im Dashboard später fünf Einträge namens Steckdose.

Kurz gefasst

Soll es nur ein Gerät sein, nimm den Shelly Plug S Gen3. Wer Zigbee schon nutzt, nimmt den Nous A1Z und kalibriert ihn. Der IKEA Inspelning ist die Sparlösung für dicke Verbraucher, und alles über 2500 Watt braucht ohnehin einen Zähler im Verteiler.


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