Zigbee2MQTT ist die Alternative zur eingebauten ZHA-Integration. Es unterstützt mehr Geräte und erlaubt Einstellungen, die man in ZHA vergeblich sucht. Die Einrichtung dauert etwa 20 Minuten.
Was du brauchst
- Einen Zigbee-Koordinator am USB-Anschluss, etwa den Connect ZBT-2 oder einen Sonoff-Stick
- Home Assistant OS oder Supervised auf einem 64-Bit-System
- Mindestens einen Raspberry Pi 4, auf einem Pi 3 läuft es unzuverlässig
Schritt 1: MQTT-Broker installieren
Zigbee2MQTT redet nicht direkt mit Home Assistant, sondern über einen Vermittler. Unter Einstellungen > Add-ons > Add-on-Store den Mosquitto Broker installieren und starten.
Home Assistant findet den Broker danach von allein und schlägt die MQTT-Integration vor. Die einfach bestätigen.
Schritt 2: Das Add-on hinzufügen
Zigbee2MQTT liegt nicht im offiziellen Store. Im Add-on-Store oben rechts über das Dreipunktmenü auf Repositories gehen und diese Adresse eintragen:
https://github.com/zigbee2mqtt/hassio-zigbee2mqtt
Danach erscheinen zwei Einträge. Zigbee2MQTT ist die stabile Fassung und die richtige Wahl. Die Edge-Variante enthält unfertige Neuerungen und gehört auf ein Testsystem.
Installieren und starten. Die Option zur Anzeige in der Seitenleiste lohnt sich.
Schritt 3: Der Einrichtungsassistent
Nach dem Start dauert es ein paar Sekunden, dann öffnet Web-UI öffnen den Assistenten. Erscheint dabei ein Fehler 502, war man zu schnell. Einmal neu laden reicht.
Abgefragt werden zwei Dinge. Der Adapter wird meist automatisch erkannt und muss nur bestätigt werden. Klappt das nicht, trägt man den Anschluss von Hand ein, üblich sind /dev/ttyACM0 oder /dev/ttyUSB0. Welches Gerät angeschlossen ist, verrät der Befehl ha hardware info.
Dann kommt der Funkkanal. Hier gibt man an, auf welchem Kanal das eigene WLAN funkt, damit sich beide nicht ins Gehege kommen. Der Assistent wählt daraufhin einen passenden Zigbee-Kanal.
Schritt 4: Geräte anlernen
In der Weboberfläche oben auf Permit join klicken und das Gerät in den Kopplungsmodus versetzen. Lampen schaltet man dafür meist sechsmal aus und ein, Sensoren haben eine kleine Taste.
Sobald das Gerät auftaucht, gibt man ihm einen sprechenden Namen. Über MQTT landet es dann automatisch in Home Assistant, ohne dass dort etwas eingerichtet werden muss.
Das Anlernfenster danach wieder schließen, sonst nimmt das Netz auch ungewollte Geräte auf.
Zwei Dinge, die den Unterschied machen
Den Stick an eine USB-Verlängerung hängen. USB-3-Anschlüsse stören im selben Frequenzband massiv. Ein Meter Abstand kostet fünf Euro und löst mehr Probleme als jede andere Maßnahme.
Netzbetriebene Geräte zuerst anlernen. Lampen und Steckdosen leiten Nachrichten weiter und bauen damit das Netz auf. Batteriesensoren tun das nicht und finden später leichter einen Weg.
Fazit
Der Assistent nimmt einem die frühere Handarbeit an Konfigurationsdateien ab. Wer den Broker zuerst installiert und den Stick vom Rechner wegzieht, hat in einer halben Stunde ein Zigbee-Netz, das sich vollständig einstellen lässt.
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