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Smart-Home-Projekte für Anfänger: 15 einfache Ideen

Ein Smart Home muss nicht mit einer komplizierten Installation beginnen. Viele sinnvolle Projekte lassen sich mit wenigen Geräten umsetzen und später Schritt für Schritt erweitern. Gerade am Anfang ist es sinnvoll, mit kleinen Automationen zu starten, bei denen man sofort einen praktischen Nutzen merkt.

Hier findest du 15 einfache Smart-Home-Projekte für Anfänger. Die meisten Ideen funktionieren mit fertigen Geräten von Homematic IP, Shelly, Philips Hue oder anderen Herstellern. Wer bereits Home Assistant oder ioBroker verwendet, kann viele dieser Projekte später deutlich erweitern.

Was eignet sich als erstes Smart-Home-Projekt?

Für den Einstieg würde ich Projekte wählen, die überschaubar bleiben und keine Veränderungen an der Elektroinstallation benötigen. Eine smarte Steckdose, ein Bewegungsmelder oder ein Temperatursensor ist deshalb ein guter Anfang.

Hat man verstanden, wie Geräte, Bedingungen und Automationen zusammenspielen, lassen sich später komplexere Abläufe daraus bauen.

15 einfache Smart-Home-Projekte für Anfänger

1. Lampe automatisch bei Sonnenuntergang einschalten

Eine der einfachsten Automationen überhaupt: Sobald die Sonne untergeht, wird eine bestimmte Lampe eingeschaltet. Dafür eignet sich beispielsweise eine smarte Steckdose oder eine WLAN- beziehungsweise Zigbee-Lampe.

In Home Assistant oder ioBroker kann der Zeitpunkt zusätzlich verschoben werden. Die Beleuchtung könnte zum Beispiel 20 Minuten vor Sonnenuntergang eingeschaltet werden.

2. Flurlicht mit Bewegungsmelder steuern

Ein Bewegungsmelder im Flur ist ebenfalls ein gutes Anfängerprojekt. Erkennt der Sensor eine Bewegung, wird das Licht eingeschaltet. Nach einigen Minuten ohne Bewegung geht es automatisch wieder aus.

Später kann die Automation so erweitert werden, dass sie nur bei Dunkelheit aktiv ist.

3. Fensterüberwachung mit Tür- und Fenstersensor

Ein kleiner Kontaktsensor erkennt, ob ein Fenster geöffnet oder geschlossen ist. Damit lässt sich auf dem Smartphone jederzeit kontrollieren, ob beim Verlassen des Hauses noch ein Fenster offen steht.

In Verbindung mit einer Heizungssteuerung wird daraus später eine automatische Absenkung der Raumtemperatur bei geöffnetem Fenster.

4. Smarte Steckdose mit Zeitplan

Eine WLAN- oder Zigbee-Steckdose ist wahrscheinlich das einfachste Smart-Home-Gerät überhaupt. Damit lassen sich beispielsweise Dekobeleuchtung, Kaffeemaschine oder andere Geräte nach einem Zeitplan schalten.

Interessant sind Modelle mit integrierter Leistungsmessung. Damit kann gleichzeitig der Stromverbrauch überwacht werden.

5. Stromverbrauch eines Geräts messen

Mit einer Schaltsteckdose mit Leistungsmessung lässt sich schnell herausfinden, welche Geräte im Haushalt besonders viel Energie verbrauchen.

So kann man beispielsweise Fernseher, Computer, Kühlschrank oder Waschmaschine einige Tage beobachten und den Verbrauch vergleichen.

6. Waschmaschine meldet Programmende

Dieses Projekt ist erstaunlich einfach. Eine smarte Steckdose misst den Stromverbrauch der Waschmaschine. Fällt die Leistungsaufnahme nach dem Waschvorgang für einige Minuten unter einen bestimmten Wert, wird eine Nachricht auf das Smartphone geschickt.

Das gleiche Prinzip funktioniert auch bei einem Trockner oder einer Spülmaschine.

7. Temperatur und Luftfeuchtigkeit überwachen

Ein kleiner Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor eignet sich gut für Schlafzimmer, Keller oder Badezimmer.

Steigt die Luftfeuchtigkeit beispielsweise über 70 Prozent, kann das Smart Home eine Meldung senden. Damit erkennt man schnell, wann gelüftet werden sollte.

Wer gerne selbst baut, kann einen solchen Sensor auch mit ESPHome, einem ESP8266 und einem DHT22 umsetzen.

8. Heizkörper automatisch steuern

Smarte Heizkörperthermostate gehören zu den Projekten, die im Alltag schnell einen Nutzen bringen. Für jeden Raum können eigene Zeitpläne erstellt werden.

Im Badezimmer könnte morgens automatisch früher geheizt werden, während das Schlafzimmer tagsüber auf einer niedrigeren Temperatur bleibt.

9. Fenster offen, Heizung aus

Dieses Projekt kombiniert zwei einfache Smart-Home-Geräte miteinander. Ein Fenstersensor erkennt das geöffnete Fenster und das Heizkörperthermostat reduziert daraufhin die Solltemperatur.

Wird das Fenster geschlossen, stellt die Automation wieder die zuvor gewählte Temperatur ein.

10. Wassermelder unter Waschmaschine oder Spüle

Ein Wassersensor kostet wenig und kann im Ernstfall viel Ärger vermeiden. Geeignete Stellen sind beispielsweise Waschmaschine, Spülmaschine, Warmwasserspeicher oder Spülenschrank.

Sobald der Sensor Wasser erkennt, wird eine Push-Nachricht verschickt. Später kann die Automation sogar um ein motorisiertes Absperrventil erweitert werden.

11. Nachtlicht mit Bewegungsmelder

Ein Nachtlicht lässt sich mit einem Bewegungsmelder besonders angenehm automatisieren. Zwischen 23 Uhr und 6 Uhr wird das Licht bei Bewegung beispielsweise nur mit 10 oder 20 Prozent Helligkeit eingeschaltet.

Tagsüber bleibt die Automation vollständig deaktiviert.

12. Anwesenheit über das Smartphone erkennen

Home Assistant und andere Systeme können erkennen, ob sich ein Smartphone zuhause befindet. Damit lässt sich ein einfacher Zuhause- und Abwesend-Modus erstellen.

Verlässt die letzte Person das Haus, können beispielsweise alle Lampen ausgeschaltet werden. Kommt wieder jemand nach Hause, wird die normale Haussteuerung aktiviert.

13. Haustür-Erinnerung am Abend

Ein Türsensor kann nicht nur erkennen, ob eine Tür geöffnet wurde. Er eignet sich auch für einfache Erinnerungen.

Ist die Terrassen- oder Balkontür beispielsweise um 22 Uhr noch geöffnet, kann das Smart Home eine Meldung verschicken.

14. Balkonkraftwerk und Stromverbrauch überwachen

Wer ein Balkonkraftwerk besitzt, kann Produktion und Hausverbrauch in das Smart Home einbinden. Viele Wechselrichter liefern ihre aktuellen Leistungswerte bereits über WLAN oder eine lokale Schnittstelle.

Zusammen mit einem Stromzähler lässt sich erkennen, ob gerade Strom aus dem Netz bezogen oder Solarstrom eingespeist wird.

15. Eigener Smart-Home-Taster

Ein kleiner Zigbee- oder WLAN-Taster lässt sich mit unterschiedlichen Aktionen belegen. Ein Tastendruck könnte beispielsweise alle Lampen im Wohnzimmer ausschalten.

Je nach Modell lassen sich einfacher Tastendruck, Doppelklick und langer Tastendruck getrennt verwenden. Damit können mit einem einzigen Taster mehrere Funktionen gesteuert werden.

Welches Projekt würde ich als Erstes bauen?

Zum Einstieg würde ich mit einer smarten Steckdose oder einem Bewegungsmelder beginnen. Beide Geräte lassen sich schnell einrichten und man bekommt sofort ein Gefühl dafür, wie Automationen funktionieren.

Danach würde ich Temperatur- und Fenstersensoren ergänzen. Sobald mehrere Geräte vorhanden sind, entstehen automatisch neue Möglichkeiten, sie miteinander zu kombinieren.

Home Assistant, ioBroker oder Hersteller-App?

Für die ersten Projekte reicht häufig die App des jeweiligen Herstellers. Wer später Geräte verschiedener Marken miteinander kombinieren möchte, kommt mit Home Assistant oder ioBroker deutlich weiter.

Ein Homematic-Sensor kann dann beispielsweise eine Philips-Hue-Lampe steuern oder eine Shelly-Steckdose abhängig von einem Zigbee-Bewegungsmelder geschaltet werden.

Sicherheit bei Smart-Home-Projekten

Für Anfänger würde ich zunächst Geräte verwenden, die ohne Eingriff in die Elektroinstallation funktionieren. Steckdosen, Sensoren, Lampen und Heizkörperthermostate lassen sich normalerweise problemlos selbst einrichten.

Bei Arbeiten an 230 Volt oder fest installierten Leitungen sollte eine Elektrofachkraft übernehmen. Das gilt auch dann, wenn das eigentliche Smart-Home-Modul nur mit wenigen Kabeln angeschlossen werden muss.

Fazit: Kleine Smart-Home-Projekte bringen schnell Erfolg

Für ein praktisches Smart Home braucht man am Anfang weder viele Geräte noch komplizierte Automationen. Eine automatisch geschaltete Lampe, eine Verbrauchsmessung oder eine Benachrichtigung bei zu hoher Luftfeuchtigkeit reicht bereits für den Einstieg.

Mit jedem weiteren Sensor entstehen neue Möglichkeiten. Genau deshalb würde ich das Smart Home Schritt für Schritt aufbauen und zuerst die Projekte umsetzen, die im eigenen Alltag tatsächlich etwas erleichtern.

Matthias Korte

Hauptberuflich Software-Entwickler und seit einigen Jahren Smart-Home Fan. Angefangen hat alles mit einem RaspberryMatic und einer schaltbaren Steckdose. Mittlerweile habe ich einige Steckdosen, Sensoren, und Thermostate sowie ioBroker zur Visualisierung im Einsatz.

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