Wetterstation für Home Assistant: Die besten Modelle 2026
Wie warm ist es wirklich im Garten? Hat es heute Nacht geregnet? Wie stark weht der Wind und muss die automatische Bewässerung überhaupt laufen? Mit einer eigenen Wetterstation bekommt Home Assistant genau die Messwerte, die direkt am eigenen Haus entstehen.
2026 gibt es einige Wetterstationen, die sich sehr gut mit Home Assistant kombinieren lassen. Besonders interessant sind Systeme, die ihre Daten lokal bereitstellen und dadurch auch funktionieren, wenn ein Cloud-Dienst einmal nicht erreichbar ist.
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Die besten Wetterstationen für Home Assistant 2026
| Wetterstation | Home Assistant | Messwerte | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Ecowitt GW3001 | lokal | Temperatur, Feuchte, Wind, Regen, UV, Licht | GW3000 mit Datenspeicher |
| Ecowitt GW2001 | lokal | Temperatur, Feuchte, Wind, Regen, UV, Licht | sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis |
| WeatherFlow Tempest | lokal | Wind, Regen, UV, Blitz, Temperatur u.v.m. | keine beweglichen Teile |
| Netatmo Wetterstation | Cloud | Temperatur, Luftfeuchte, Druck, CO₂, optional Wind/Regen | einfache Einrichtung |
| Froggit HP1000SE PRO | lokal möglich | Wind, Regen, UV, Temperatur, Feuchte | großes Farbdisplay |
1. Ecowitt GW3001: meine Empfehlung für Home Assistant
Wer eine neue Wetterstation speziell für Home Assistant sucht, sollte sich die Ecowitt GW3001 genauer ansehen. Das Set besteht aus dem WS90-Außensensor und dem aktuellen GW3000-Gateway.
Der WS90 misst Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Niederschlag, UV-Index und Sonnenstrahlung. Für Wind wird ein Ultraschallsensor verwendet. Die Regenmessung erfolgt piezoelektrisch, wodurch keine klassische Regenwippe benötigt wird.
Das GW3000 verbindet die Sensoren über WLAN oder Ethernet mit dem Heimnetz. Zusätzlich besitzt es einen Steckplatz für eine microSD-Karte. Wetterdaten können dadurch auch lokal gespeichert werden.
- offizielle Ecowitt-Integration in Home Assistant
- lokale Datenübertragung
- WLAN und Ethernet
- microSD-Datenspeicher
- WS90 7-in-1-Außensensor
- mit zahlreichen weiteren Ecowitt-Sensoren erweiterbar
2. Ecowitt GW2001: günstiger Einstieg
Das Ecowitt GW2001 verwendet ebenfalls den WS90-Sensor. Statt des neueren GW3000 kommt allerdings das GW2000-Gateway zum Einsatz.
Auch dieses Gateway kann per WLAN oder Ethernet ins Netzwerk eingebunden werden. Für Home Assistant reicht das vollkommen aus. Wer keine lokale Speicherung auf SD-Karte benötigt, bekommt damit eine sehr interessante Alternative zum GW3001.
Ein weiterer Vorteil von Ecowitt ist das große Sensor-Angebot. Später können beispielsweise Bodenfeuchtesensoren, zusätzliche Temperaturfühler, ein Blitzdetektor oder ein separater Regenmesser ergänzt werden.
Ecowitt mit Home Assistant verbinden
Home Assistant besitzt inzwischen eine offizielle Ecowitt-Integration. Unterstützt werden unter anderem die Gateways GW1200, GW2000 und GW3000 sowie der WS90-Wettersensor.
Nach dem Hinzufügen der Integration erhältst du von Home Assistant eine lokale Adresse, an die das Ecowitt-Gateway seine Daten senden kann. Diese wird im Webinterface beziehungsweise in der Ecowitt-App als benutzerdefinierter Wetterserver eingetragen.
Wichtig ist dabei eine Besonderheit: Die Ecowitt-Übertragung zu Home Assistant erfolgt per HTTP. Wer seine Home-Assistant-Installation ausschließlich per HTTPS erreichbar gemacht hat, muss dies bei der Netzwerkkonfiguration berücksichtigen.
3. WeatherFlow Tempest: Premium-Wetterstation ohne bewegliche Teile
Die WeatherFlow Tempest ist technisch besonders interessant. Wind wird per Ultraschall gemessen, Regen über einen haptischen Sensor. Damit besitzt die Außeneinheit praktisch keine beweglichen Teile.
Neben Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Wind und Regen erfasst Tempest auch UV-Strahlung, Sonnenstrahlung und Blitze in der Umgebung. Die Station wird über Solarenergie mit einem internen Akku versorgt.
Für Home Assistant gibt es eine offizielle lokale WeatherFlow-Integration. Die Daten werden per UDP direkt im Heimnetz empfangen. Home Assistant und die Tempest-Station müssen sich dafür im selben Netzwerk beziehungsweise in entsprechend erreichbaren Subnetzen befinden.
4. Netatmo Wetterstation: besonders einfach einzurichten
Die Netatmo Wetterstation ist schon lange auf dem Markt und weiterhin interessant, wenn eine unkomplizierte Lösung gesucht wird. Die Grundstation misst unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Innenraumluftqualität.
Für eine vollständige Wetterstation können ein Regenmesser und ein Windmesser ergänzt werden. Netatmo bietet diese Komponenten auch gemeinsam als Komplettpaket an.
Home Assistant besitzt eine offizielle Netatmo-Integration. Hier sollte man allerdings wissen, dass die Wetterdaten über die Netatmo-Cloud abgerufen werden. Eine Internetverbindung und ein Netatmo-Konto sind deshalb erforderlich.
5. Froggit HP1000SE PRO: Wetterstation mit großem Display
Wer neben Home Assistant auch ein klassisches Display im Wohnzimmer oder Arbeitszimmer möchte, findet mit der Froggit HP1000SE PRO eine interessante Alternative.
Die Außeneinheit erfasst Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Windgeschwindigkeit, Windrichtung, UV und Sonnenstrahlung. Froggit ermöglicht bei aktuellen Modellen außerdem die Übertragung an einen benutzerdefinierten Server beziehungsweise Home Assistant.
Die Plattform ähnelt technisch vielen Ecowitt-Systemen. Trotzdem würde ich bei einer Neuanschaffung für Home Assistant das konkrete Modell und dessen unterstützte Datenübertragung vor dem Kauf prüfen.
Was bringt eine Wetterstation in Home Assistant?
Der eigentliche Vorteil entsteht durch Automationen. Home Assistant kann direkt auf das Wetter am eigenen Haus reagieren, statt Daten einer Wetterstation mehrere Kilometer entfernt zu verwenden.
- Markise bei starkem Wind automatisch einfahren
- Bewässerung nach Regen aussetzen
- Rollläden bei starker Sonneneinstrahlung schließen
- Benachrichtigung bei Frostgefahr senden
- Fenster bei beginnendem Regen melden
- Wetterdaten im Energie- oder Garten-Dashboard anzeigen
Welche Wetterstation würde ich für Home Assistant kaufen?
Für eine neue Home-Assistant-Installation würde ich 2026 zuerst zur Ecowitt GW3001 greifen. Die lokale Integration, Ethernet-Anschluss, Erweiterbarkeit und lokale Datenspeicherung passen sehr gut zu Home Assistant.
Wer etwas günstiger einsteigen möchte, findet mit der GW2001 eine sehr ähnliche Lösung. Die eigentlichen Außendaten liefert auch hier der WS90.
Die WeatherFlow Tempest ist technisch besonders elegant und liefert zusätzlich eine integrierte Blitzerkennung. Dafür liegt sie preislich deutlich höher. Netatmo ist wiederum interessant, wenn eine besonders einfache Bedienung wichtiger ist als eine vollständig lokale Lösung.
Fazit
Eine eigene Wetterstation ist eine sinnvolle Ergänzung für Home Assistant. Gerade für Beschattung, Gartenbewässerung und Wetterschutz sind lokal gemessene Daten wesentlich interessanter als eine allgemeine Wettervorhersage.
Ecowitt bietet 2026 das für Home Assistant besonders interessante Gesamtpaket. GW2001 und GW3001 lassen sich lokal integrieren und später mit zahlreichen zusätzlichen Sensoren erweitern. WeatherFlow Tempest ist eine spannende Premium-Lösung, während Netatmo und Froggit andere Schwerpunkte setzen.

