ESP32 Starter Set für ESPHome & Smart Home: Kaufberatung 2026
Mit einem ESP32 lassen sich für wenig Geld erstaunlich viele eigene Smart-Home-Geräte bauen. Ein Temperatursensor für den Keller, ein Bluetooth-Proxy für Home Assistant, ein kleines Statusdisplay oder ein Wassersensor sind nur einige Beispiele. Mit ESPHome muss dafür nicht einmal umfangreich programmiert werden.
Wer ganz am Anfang steht, landet schnell bei einem ESP32 Starter Set. Darin stecken neben dem eigentlichen Mikrocontroller meist Breadboard, Kabel, LEDs, Sensoren, Displays und viele weitere Bauteile. Die Unterschiede zwischen den angebotenen Sets sind allerdings groß.
Für ESPHome und Smart Home sind außerdem andere Komponenten interessant als für klassische Elektronikübungen. In diesem Vergleich schauen wir deshalb gezielt darauf, welche ESP32 Starter Sets sich für eigene Sensoren und die spätere Einbindung in Home Assistant eignen.
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Warum eignet sich der ESP32 so gut für ESPHome?
Der ESP32 verbindet einen leistungsfähigen Mikrocontroller direkt mit WLAN und Bluetooth. Für Smart-Home-Projekte ist das ideal. Sensorwerte können über WLAN an Home Assistant übertragen werden und Bluetooth-Geräte lassen sich beispielsweise über einen ESPHome Bluetooth Proxy ins Netzwerk bringen.
ESPHome unterstützt zahlreiche Varianten der ESP32-Familie. Besonders interessant sind weiterhin der klassische ESP32 und der neuere ESP32-S3.
ESPHome bezeichnet den klassischen ESP32 als besonders ausgereift und sehr gut unterstützt. Der ESP32-S3 wird ebenfalls empfohlen und bietet unter anderem Bluetooth LE 5 sowie natives USB.
Für ein neues Starter Set würde ich deshalb bevorzugt nach einem klassischen ESP32 oder einem ESP32-S3 schauen.
Was sollte ein ESP32 Starter Set für Smart Home enthalten?
Die Zahl der Teile auf der Verpackung sagt zunächst wenig aus. 200 Bauteile klingen beeindruckend, können aber aus sehr vielen einzelnen LEDs, Widerständen und Kabeln bestehen.
Für ESPHome sind einige Komponenten deutlich interessanter als andere.
- ESP32 oder ESP32-S3 Development Board
- Breadboard
- Jumper-Kabel
- Temperatur- und Feuchtigkeitssensor
- Bewegungssensor
- OLED- oder LCD-Display
- Relais-Modul
- Taster
- Lichtsensor
- Widerstände und LEDs
Damit lassen sich bereits sehr viele typische ESPHome-Projekte umsetzen. Motoren, Servos oder Fernbedienungen sind ebenfalls interessant, für ein Smart-Home-Starter-Set aber weniger entscheidend.
ESP32 Starter Sets im Vergleich
| Set | Umfang | ESP32 | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Freenove ESP32-S3 Ultimate | sehr groß | ESP32-S3 | Einsteiger, viele Experimente |
| Freenove ESP32-S3 Super | groß | ESP32-S3 | ESPHome und Smart Home |
| ELEGOO ESP-32 Starter Kit | groß | klassischer ESP32 | Einsteiger |
| ESP32 Board + Sensor Set | frei wählbar | nach Wahl | gezielte Smart-Home-Projekte |
Freenove ESP32-S3 Ultimate Starter Kit
Das Freenove ESP32-S3 Ultimate Starter Kit gehört zu den umfangreicheren Paketen. Freenove liefert aktuell 243 Teile und beschreibt 121 Projekte in einer digitalen Anleitung mit mehr als 800 Seiten.
Im Mittelpunkt steht ein ESP32-S3-Board mit 8 MB Flash, 8 MB PSRAM, WLAN und Bluetooth LE. Auf dem Board befinden sich außerdem eine Kamera und ein Steckplatz für eine Speicherkarte.
Für reine ESPHome-Projekte braucht man längst nicht alle Komponenten. Wer neben Smart Home auch Elektronik und den ESP32 selbst kennenlernen möchte, bekommt jedoch reichlich Material zum Experimentieren.
- ESP32-S3 mit WLAN und Bluetooth LE
- umfangreiche Sensor- und Bauteilsammlung
- Breadboards und Verbindungskabel
- Kamera bereits auf dem Controllerboard
- viele Beispielschaltungen
- MicroPython- und C-Beispiele
Geeignet für: Einsteiger, die noch keine Elektronik-Bauteile besitzen und neben ESPHome auch eigene ESP32-Projekte ausprobieren möchten.
Freenove ESP32-S3 Super Starter Kit: mein Favorit für ESPHome
Für den gezielten Einstieg in ESPHome finde ich das kleinere Freenove ESP32-S3 Super Starter Kit sogar interessanter.
Es verwendet ebenfalls ein ESP32-S3-Kameraboard mit WLAN und Bluetooth LE. Freenove liefert aktuell 176 Teile und eine umfangreiche Anleitung mit 81 Projekten.
Damit ist das Set immer noch groß genug, um Sensoren, Anzeigen und verschiedene Schaltungen auszuprobieren. Gegenüber dem Ultimate Kit bezahlt man aber weniger Komponenten mit, die bei typischen Smart-Home-Projekten später möglicherweise ungenutzt bleiben.
Gerade für Home Assistant kann man damit beispielsweise Temperaturmessungen aufbauen und verschiedene Eingänge oder Displays testen. Das ESP32-S3-Board lässt sich anschließend für weitere ESPHome-Projekte einsetzen.
Geeignet für: Nutzer, die gezielt mit ESP32, ESPHome und Home Assistant anfangen möchten und noch keine große Bauteilsammlung besitzen.
ELEGOO ESP-32 Starter Kit: klassischer ESP32 zum Einstieg
Eine Alternative ist das ELEGOO ESP-32 Super Starter Kit. Hier kommt ein klassischer ESP32 mit integriertem WLAN und Bluetooth zum Einsatz.
ELEGOO kombiniert das Board mit mehr als 35 unterschiedlichen Modulen und Komponenten. Dazu gehören Sensoren, Taster, LEDs, ein OLED-Display, Servo und weitere typische Elektronikbauteile.
Der klassische ESP32 ist für ESPHome weiterhin eine sehr gute Wahl. Gerade für Einsteiger ist die große Zahl vorhandener Anleitungen im Internet ein Vorteil.
Wer zunächst einfache Sensorprojekte auf dem Breadboard bauen möchte, bekommt mit dem ELEGOO-Set eine solide Grundlage.
Geeignet für: Einsteiger, die einen klassischen ESP32 bevorzugen und eine überschaubare Auswahl verschiedener Sensoren und Module suchen.
Braucht man überhaupt ein großes Starter Set?
Wer bereits mit Arduino oder ESP8266 gearbeitet hat, besitzt wahrscheinlich schon Breadboards, Kabel, Widerstände und verschiedene Sensoren. Dann würde ich kein großes Starter Set mehr kaufen.
Für ESPHome kann es sinnvoller sein, zwei oder drei ESP32-Boards und genau die Sensoren zu kaufen, die man tatsächlich benötigt.
Dazu kommen beispielsweise ein BME280 für Temperatur und Luftfeuchtigkeit, ein OLED-Display und einige Jumper-Kabel. Damit entsteht für viele Smart-Home-Projekte bereits eine sehr brauchbare Grundausstattung.
Welche Sensoren lohnen sich für ESPHome besonders?
Nach den ersten Experimenten würde ich gezielt Sensoren nachkaufen. Einige Bauteile tauchen in meinen Augen besonders häufig bei sinnvollen ESPHome-Projekten auf.
BME280 für Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Ein BME280 ist eine gute Grundlage für einen Raum- oder Außensensor. Er kann Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck erfassen und lässt sich per I²C mit dem ESP32 verbinden.
OLED-Display mit SSD1306
Ein kleines OLED-Display kann Temperatur, Luftfeuchtigkeit, WLAN-Status oder Werte aus Home Assistant direkt am Gerät anzeigen.
Displays mit SSD1306-Controller sind weit verbreitet und werden von ESPHome unterstützt.
PIR-Bewegungsmelder
Mit einem einfachen PIR-Sensor kann der ESP32 Bewegungen erkennen und diese direkt an Home Assistant melden. Damit lassen sich Beleuchtung oder andere Automationen auslösen.
Relais-Modul
Ein Relais eignet sich gut, um das Schalten externer Verbraucher zu lernen. Für die ersten Versuche sollte ausschließlich mit ungefährlicher Kleinspannung gearbeitet werden. Arbeiten mit 230 Volt gehören in fachkundige Hände.
Fünf sinnvolle ESPHome-Projekte für das Starter Set
Nach einigen klassischen LED-Übungen würde ich relativ schnell zu echten Smart-Home-Projekten übergehen. Genau dort spielt der ESP32 seine Stärken aus.
1. Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor
Ein Sensor für Temperatur und Luftfeuchtigkeit ist ein ideales erstes ESPHome-Projekt. Nach der Einrichtung tauchen die Messwerte direkt als Entitäten in Home Assistant auf und können in Dashboards und Automationen genutzt werden.
2. ESP32 Bluetooth Proxy
Ein ESP32 kann Bluetooth-Geräte in Bereichen erreichen, in denen der Home-Assistant-Server selbst keine ausreichende Bluetooth-Abdeckung hat.
Der ESP32-S3 eignet sich aufgrund seiner BLE-Unterstützung ebenfalls gut für solche Projekte. Für einen Bluetooth Proxy benötigt man außer dem Controllerboard keine zusätzlichen Sensoren.
3. Bewegungsmelder für Home Assistant
Ein PIR-Sensor wird mit wenigen Kabeln an den ESP32 angeschlossen. Erkennt er Bewegung, erscheint der Zustand unmittelbar in Home Assistant.
Damit kann beispielsweise das Licht im Flur oder Keller automatisch geschaltet werden.
4. Statusdisplay für das Smart Home
Mit einem kleinen OLED-Display lassen sich Sensorwerte oder Zustände direkt anzeigen. Später können über ESPHome auch Werte aus Home Assistant an das Display übertragen werden.
5. Wassermelder oder Füllstandssensor
Auch ein eigener Wassersensor lässt sich mit einem ESP32 aufbauen. Interessant wird es beispielsweise bei einem Wasserstandssensor für eine Zisterne oder einem Sensor in einem Technikraum.
ESP32-S3 oder klassischer ESP32 für ESPHome?
| ESP32 | ESP32-S3 | |
|---|---|---|
| ESPHome-Unterstützung | sehr gut | sehr gut |
| WLAN | 2,4 GHz | 2,4 GHz |
| Bluetooth | Bluetooth/BLE | BLE 5 |
| USB | meist externer USB-Chip | natives USB |
| Verbreitung | sehr hoch | hoch |
| Neukauf | weiterhin empfehlenswert | sehr interessant |
Für einfache ESPHome-Sensoren gibt es keinen zwingenden Grund, einen klassischen ESP32 auszutauschen. Bei einem komplett neuen Starter Set gefällt mir der ESP32-S3 jedoch sehr gut. ESPHome zählt beide Plattformen zu den empfohlenen Varianten.
Was ist mit ESP8266?
Der ältere ESP8266 ist keineswegs unbrauchbar. Gerade vorhandene Geräte können weiterhin hervorragend mit ESPHome betrieben werden.
Für einen Neukauf würde ich bei einem Starter Set trotzdem zum ESP32 greifen. Man erhält mehr Reserven, Bluetooth und deutlich mehr Möglichkeiten für spätere Projekte.
Welche Ausstattung würde ich für ESPHome kaufen?
Wer komplett neu beginnt, braucht keine riesige Werkstatt. Mit einem Starter Set und einigen später gezielt ergänzten Sensoren kommt man bereits sehr weit.
| Ausgangslage | Meine Wahl |
|---|---|
| Noch keine Elektronik vorhanden | Freenove ESP32-S3 Super Starter Kit |
| Ich möchte möglichst viel ausprobieren | Freenove ESP32-S3 Ultimate Starter Kit |
| Ich möchte einen klassischen ESP32 | ELEGOO ESP-32 Starter Kit |
| Sensoren und Breadboards sind schon vorhanden | ESP32-S3 Boards einzeln kaufen |
| Ich will mehrere ESPHome-Geräte bauen | ESP32-Mehrfachpack + Sensoren einzeln |
Zusätzliche ESP32-Boards lohnen sich schnell
Der typische Verlauf bei ESPHome ist ziemlich vorhersehbar: Aus dem ersten Temperatursensor entsteht kurz darauf ein zweites Projekt, danach ein Bluetooth Proxy und schließlich noch ein Display.
Deshalb würde ich nach den ersten Experimenten eher mehrere Controllerboards nachkaufen als ein zweites großes Starter Set.
ESPHome und Home Assistant
Der eigentliche Vorteil eines ESP32 im Smart Home entsteht durch ESPHome. Die Geräte werden über eine YAML-Konfiguration beschrieben und anschließend direkt in Home Assistant eingebunden.
Für viele Standardprojekte muss kein eigener C++-Code geschrieben werden. ESPHome bringt bereits Unterstützung für zahlreiche Sensoren, Displays, Relais, LEDs und andere Komponenten mit.
Nach der Einrichtung erscheinen Temperatur, Schaltzustände oder andere Messwerte als normale Home-Assistant-Entitäten. Damit können sie in Dashboards dargestellt und in Automationen verwendet werden.
Weitere Anleitungen findest du in meiner Übersicht Home Assistant: Einstieg, Installation und Anleitungen.
Worauf sollte man beim Kauf eines ESP32 Starter Sets achten?
Dokumentation
Eine gute Anleitung ist gerade am Anfang mehr wert als 50 zusätzliche Bauteile. Freenove und ELEGOO liefern zu ihren Sets umfangreiche Beispiele, mit denen sich die einzelnen Komponenten kennenlernen lassen.
Controller wirklich enthalten?
Bei Amazon werden viele „ESP32 Sensor Sets“ angeboten. Teilweise besteht das Paket allerdings nur aus Sensoren und Zubehör. Prüfe deshalb genau, ob tatsächlich ein ESP32-Board enthalten ist.
USB-Anschluss
Bei einem Neukauf finde ich USB-C angenehmer als Micro-USB. Technisch funktioniert beides, passende USB-C-Kabel liegen inzwischen aber fast überall herum.
Sensoren statt möglichst vieler Einzelteile
Für ESPHome würde ich ein Paket mit mehreren sinnvollen Sensormodulen einem Set mit besonders vielen LEDs und Widerständen vorziehen.
Fazit: Welches ESP32 Starter Set eignet sich für ESPHome?
Für ESPHome braucht es kein riesiges Elektroniklabor. Ein ESP32, Breadboard, ein paar Kabel und einige sinnvolle Sensoren reichen für die ersten Projekte vollkommen aus.
Wer noch gar keine Bauteile besitzt, bekommt mit dem Freenove ESP32-S3 Super Starter Kit einen guten Einstieg. Es enthält genug Material für zahlreiche Versuche, ohne so umfangreich zu sein wie das Ultimate-Paket.
Das Freenove ESP32-S3 Ultimate Starter Kit lohnt sich vor allem dann, wenn neben ESPHome auch Elektronik und Programmierung ausprobiert werden sollen. Das ELEGOO ESP-32 Starter Kit ist eine interessante Alternative mit dem klassischen ESP32.
Wer bereits eine Bauteilsammlung besitzt, sollte sich das Geld für ein großes Starter Set sparen und stattdessen einzelne ESP32-Boards sowie gezielt benötigte Sensoren kaufen.
Der größte Vorteil bleibt bei allen Varianten gleich: Mit ESPHome wird aus einem günstigen Mikrocontroller sehr schnell ein vollwertiges Gerät für Home Assistant.
Häufige Fragen zu ESP32 Starter Sets und ESPHome
Welcher ESP32 eignet sich am besten für ESPHome?
Der klassische ESP32 und der ESP32-S3 eignen sich sehr gut. Der klassische ESP32 ist besonders ausgereift und weit verbreitet. Der ESP32-S3 bietet unter anderem BLE 5 und natives USB.
Brauche ich Programmierkenntnisse für ESPHome?
Für viele typische Smart-Home-Projekte sind keine umfangreichen Programmierkenntnisse erforderlich. Geräte und Sensoren werden überwiegend über YAML konfiguriert.
Kann ich Sensoren aus einem Starter Set mit ESPHome verwenden?
Viele typische Sensoren, Displays und Aktoren werden direkt von ESPHome unterstützt. Vor einem dauerhaften Projekt sollte geprüft werden, welcher konkrete Sensorchip im Set enthalten ist.
Kann ein ESP32 direkt mit Home Assistant verbunden werden?
Ja. Wird der ESP32 mit ESPHome eingerichtet, kann Home Assistant das Gerät über die native ESPHome-Integration einbinden. Sensoren und Schalter stehen anschließend als normale Entitäten zur Verfügung.
Lohnt sich ein ESP32 Starter Set?
Für Einsteiger ohne vorhandene Elektronik lohnt sich ein Starter Set meistens. Wer bereits Breadboards, Jumper-Kabel und Sensoren besitzt, fährt mit einzelnen ESP32-Boards meist günstiger.
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