Philips Hue

Philips Hue auf der IFA 2026: Das ist neu

Philips Hue hat zur IFA in Berlin ungewöhnlich viel auf einmal gezeigt. Neben neuen Leuchten gibt es günstigere TV-Beleuchtung, eine Partnerschaft mit einem Wettbewerber und drei Software-Funktionen, auf die Nutzer teils seit Jahren warten.

TV-Licht wird deutlich günstiger

Die auffälligste Neuerung ist Play Screen Sync. Statt das HDMI-Signal abzugreifen, filmt eine Kamera mit Fischaugenlinse den Bildschirm und leitet daraus die Lichtfarben ab. Der Preis beginnt bei 119,99 Euro, verfügbar ist das Gerät seit dem 3. September.

Daneben steht die neue Play HDMI Sync Box 4K ab 149,99 Euro. Sie ist schlanker als das bisherige Modell und kostet einen Bruchteil dessen, was die Synchronisation früher gekostet hat.

Der interessanteste Teil steckt im Kleingedruckten: Beide Geräte lassen sich per Bluetooth direkt mit einem Play Gradient Lightstrip koppeln. Damit funktioniert die TV-Beleuchtung erstmals ohne Hue Bridge. Die Gradient-Streifen gibt es jetzt außerdem zum Zuschneiden und in einer Größe für Fernseher bis 100 Zoll.

Neue Leuchten für innen und außen

Liane 360° ist ein biegsames Lichtband mit gleichmäßiger Ausleuchtung rundum, gedacht zum Verlegen an Möbeln oder Kanten. Mit 399,99 Euro Einstiegspreis ist es eindeutig im Designbereich angesiedelt.

Die Signe-Familie bekommt Zuwachs durch Pendel- und Standvarianten. Draußen erweitert Festavia das Sortiment um Vorhang-, Netz- und Eiszapfen-Lichterketten ab 229,99 Euro.

Bemerkenswerter sind die neuen Außenleuchten und Spots ab 79,99 Euro. Hue hat im Außenbereich bislang kräftig zugelangt, hier bewegt sich der Preis erkennbar nach unten.

Die Überraschung: Nanoleaf

Ausgerechnet mit Nanoleaf, also einem direkten Wettbewerber im Bereich Effektbeleuchtung, gibt es künftig eine Zusammenarbeit. Ein Hue-Wandleuchtmodul für Nanoleaf Shapes kostet ab 39,99 Euro und ist ebenfalls seit dem 3. September zu haben.

Damit lassen sich Nanoleaf-Elemente in das Hue-System einbinden, statt zwei Apps parallel zu bedienen.

Drei Software-Funktionen

  • Custom AI Behaviours. Lichtverhalten per Chat oder Sprachbefehl beschreiben, statt es zusammenzuklicken. Kommt Anfang Oktober per Update und setzt die Bridge Pro voraus.
  • Backup und Wiederherstellung. Lange gefordert, jetzt angekündigt. Wer schon einmal eine Bridge getauscht hat, weiß, warum das fehlte.
  • Sonos-Steuerung. Ausgewählte Hue-Schalter bedienen künftig Sonos-Lautsprecher. Geplant für November 2026.

Was davon für Home Assistant zählt

Die neuen Leuchten sind ganz normale Hue-Geräte und landen über die Bridge wie gewohnt in Home Assistant. Bei allem anderen lohnt der nüchterne Blick.

Die KI-Automationen laufen ausschließlich auf der Bridge Pro und in der Hue-App. Wer seine Logik in Home Assistant baut, hat davon nichts. Auch die Sonos-Kopplung ist eine Hue-interne Funktion, in Home Assistant lässt sich dasselbe längst mit einer Automatisierung lösen.

Wirklich interessant ist der Bluetooth-Weg bei den Sync-Geräten. Er senkt die Einstiegshürde für TV-Beleuchtung erheblich, ohne dass eine Bridge im Haus stehen muss.

Fazit

Für Bastler ist das TV-Licht die spannendste Neuerung, weil es endlich in einem Preisbereich ankommt, der zum Rest des Sortiments passt.

Der Rest zeigt eine bekannte Richtung: Hue baut seine App weiter aus und bindet Funktionen an die eigene Hardware. Wer ohnehin über Home Assistant steuert, kann die Software-Ankündigungen entspannt überspringen.


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Matthias Korte

Hauptberuflich Software-Entwickler und seit einigen Jahren Smart-Home Fan. Angefangen hat alles mit einem RaspberryMatic und einer schaltbaren Steckdose. Mittlerweile habe ich einige Steckdosen, Sensoren, und Thermostate sowie ioBroker zur Visualisierung im Einsatz.

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