Mit dem Smart-Home Energie sparen?!

In diesem Artikel geht es um das Thema Smart-Home und Energiesparmöglichkeiten.

Strom, Gas, Öl und Wasser werden Jahr für Jahr teurer. Moderne Gebäudetechnik sowie eine intelligente Steuerung und Verknüpfung von verschiedenen Geräten soll hier Kosten einsparen.  Einige Anbieter von Smart-Home Systemen werben daher mit bis zu 30% Energieeinsparung. Ich halte diese Größe in einem normalen Privathaushalt für überzogen. In diesem Artikel möchte ich das Thema der Energiesparmöglichkeiten erklären und aufzeigen mit welchem Tipps Energie eingespart werden kann.

Grundsätzlich verursacht der Betrieb eines Smart-Home Systems zunächst Stromkosten. Zentrale Steuerungen wie z.B. Raspberry Pi , Homematic CCU oder Loxone Miniserver laufen permanent um so Sensoren abzufragen, Aktoren zu steuern und die entsprechenden Logiken sowie Visualisierungen bereitzustellen. Auch wenn sich der Stromverbrauch der Zentralen und Netzteilen meist nur um wenige Watt beläuft, müssen wir diese Stromverbrauch später zunächst wieder einsparen. Alle weiteren Aktoren oder Sensoren haben zudem einen zusätzlichen minimalen Stromverbrauch, sofern sie eine permanente Stromversorgung benötigen.


Den Energieverbrauch kennen

Um den Energieverbrauch eines Haushaltes zu senken, sollte man sich zunächst ein Bild vom tatsächlichen Energieverbrauch verschaffen. Regelmäßiges Ablesen von alten Zählern oder digitale Zähler mit entsprechenden Messstellen geben zunächst einen Hinweis auf den Täglichen oder besser wöchentlichen Stromverbrauch. Zudem können auch digitale Stromzähler direkt im Schaltschrank verwendet werden, mit denen der aktuelle Stromverbrauch aufgezeichnet werden kann.

Im folgenden Artikel zeige ich Dir, wie ich unseren Energieverbrauch mit Homematic messe und in ioBroker verarbeite.


Heizkosten durch smarte Thermostate senken

Mit einem smarten Thermostat muss die gewünschte Raumtemperatur nicht mehr manuell eingestellt werden, sondern wird automatisiert vom Thermostat eingestellt. Hierzu unterstützen smarte Thermostate in der Regel verschiedene Zeitprogramme und können zudem mit einer Anwesenheitserkennung verknüpft werden. Smarte Thermostate gibt es für normale Heizungskörper sowie für die Fußbodenheizung. Vorteile der smarten Thermostate:

  • Automatische Steuerung der Heizung anhand Wochentag und Zeitprogrammen
  • Automatische Regelung bei geöffnetem Fenster oder Türen
  • Verknüpfung mit Anwesenheitserkennungen
  • Urlaubsmodus

Beleuchtung

Durch Bewegungsmelder oder besser Präsenzsensoren lässt sich die Beleuchtung im Haus automatisch steuern. Somit können auch Energiekosten eingespart werden, falls z.B. mal wieder vergessen wurde das Licht auszuschalten. Über definierte Szenen können zudem z.B. nur die gewünschten Leuchtmittel für eine bestimmte Szene eingeschaltet werden. Ein weiterer Punkt ist natürlich der Einsatz von stromsparenden Leuchtmittel wie z.B. LED-Leuchtmittel.


Einsatz von smarten Zwischensteckern

Durch den Einsatz von smarten Zwischensteckern für die Steckdose können nicht benötigte Geräte abgeschaltet werden. Hier können zudem Zeitpläne sowie weitere Verknüpfungen hinterlegt werden.


Energie durch Sonnenschutz einsparen

Mit der optimalen Beschattung und Sonneneinstrahlung kann zudem Energie gespart werden. Je nach Sonneneinstrahlung werden z.B. Markisen oder Rollläden ein-oder ausgefahren um die Sonnenenergie zu nutzen. Mit der Sonnenenergie kann so z.B. ein Raum zusätzlich aufgeheizt werden. Ebenso kann so ein ungewolltes Aufheizen im Sommer durch eine Beschattung automatisch gesteuert werden um so Kosten für die Klimatisierung zu sparen.

Matthias Korte

Hauptberuflich Software-Entwickler und seit einigen Jahren Smart-Home Fan. Angefangen hat alles mit einem RaspberryMatic und einer schaltbaren Steckdose. Mittlerweile habe ich einige Steckdosen, Sensoren, und Thermostate sowie ioBroker zur Visualisierung im Einsatz.

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